Warum du ständig krank bist – und was dein Nervensystem damit zu tun hat

Kaum bist du wieder gesund, klopft die nächste Erkältung an? Und zwischendurch fühlst du dich einfach nur müde, dünnhäutig und erschöpft?

Diese ständige Abwärtsspirale zwischen Stress, Krankheit und Erschöpfung ist kein individuelles Problem – sie ist ein kollektives Symptom unserer Zeit. Denn was viele nicht wissen: Dein Nervensystem und dein Immunsystem arbeiten untrennbar zusammen. Gerät eines aus der Balance, leidet das andere mit.

In diesem Blog erfährst du:

  • Wie dein Nervensystem mit deinem Immunsystem verbunden ist,

  • Warum so viele Menschen ständig krank sind,

  • Und wie du mit Yoga, Ayurveda und einem bewussten Lebensstil deine Gesundheit ganzheitlich stärken kannst.

 

🧠🛡️ Nervensystem & Immunsystem – Zwei Systeme, eine Aufgabe

Das Nervensystem ist nicht nur für Denken, Fühlen und Bewegung zuständig – es beeinflusst direkt, wie gut dein Immunsystem arbeitet. Stress aktiviert den Sympathikus, den Teil deines Nervensystems, der dich auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Das war früher überlebenswichtig. Heute führt Dauerstress dazu, dass dein Körper ständig in Alarmbereitschaft ist – und dabei alle Ressourcen verbraucht, die eigentlich für Reparatur, Regeneration und Immunabwehr gedacht sind.

Das Immunsystem, dein körpereigener Schutzschild, wird dadurch geschwächt. Krankheiten haben leichteres Spiel. Die Folge: Du wirst schneller krank, erholst dich langsamer und fühlst dich dauerhaft erschöpft.

 

💸 Der Stress der aktuellen wirtschaftlichen Lage: Inflation, Geldsorgen und ihre Auswirkungen

In Zeiten von Inflation, Preisanstiegen und wirtschaftlicher Unsicherheit erleben immer mehr Menschen einen zusätzlichen Stressfaktor, der das Nervensystem zusätzlich belastet. Geldsorgen, die Unsicherheit über die Zukunft und die ständige Sorge, ob man genug für die Familie oder den Lebensunterhalt hat, bringen unser System aus dem Gleichgewicht.

Der ständige Gedanke an Rechnungen, steigende Lebenshaltungskosten und die Ungewissheit, wie lange diese Krise noch andauern wird, führt zu einem chronischen Zustand von Angst und Anspannung. Und dieser emotionale Stress hat direkte Auswirkungen auf das Immunsystem.

Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin werden dauerhaft ausgeschüttet, was unser Immunsystem überlastet und seine Fähigkeit zur Abwehr von Krankheiten verringert. Dein Körper wird permanent in den „Überlebensmodus“ versetzt und hat kaum noch Energie übrig, um sich zu regenerieren oder Krankheiten zu bekämpfen.

Ich weiß, wie belastend diese Sorgen sein können. Auch ich habe in schwierigen Zeiten mit Unsicherheit und Ängsten zu kämpfen. Aber ich habe gelernt, wie wichtig es ist, mein Nervensystem zu beruhigen, um die negativen Auswirkungen von stressigen Situationen auf meinen Körper und meine Gesundheit zu verringern. Genau dabei hilft Yoga – durch bewusste Atemübungen und sanfte Praxis bringst du dein System zurück in Balance.




 

Das Nervensystem und Immunsystem – Zwei Systeme, die zusammenarbeiten

Das Gehirn und das Immunsystem kommunizieren kontinuierlich miteinander. Diese Interaktion ist essentiell für die Aufrechterhaltung deiner Gesundheit. Doch wenn das Nervensystem überlastet ist, hat das direkte Auswirkungen auf das Immunsystem und umgekehrt.

Hormone:

Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin spielen eine Schlüsselrolle bei der Kommunikation zwischen Gehirn und Immunsystem. Wenn du unter akutem Stress stehst, schüttet dein Körper Adrenalin aus, was die Aktivität der natürlichen Killerzellen deiner Immunabwehr aktiviert – eine sofortige Reaktion auf Bedrohungen. Doch bei chronischem Stress bleibt diese Alarmbereitschaft bestehen, was deinem Immunsystem die nötige Energie für langfristige Abwehraktionen raubt.

Botenstoffe:

Immunzellen produzieren Interleukine, die als Botenstoffe fungieren und die Aktivität des Abwehrsystems steuern. Diese Botenstoffe ermöglichen es dem Immunsystem, schnell und effektiv auf Bedrohungen zu reagieren. Bei ständigem Stress und psychischen Belastungen wie Angst oder Depression können Entzündungsprozesse im Körper gefördert werden, was das Immunsystem langfristig schwächen kann.

Psychische Belastungen und ihre Auswirkungen auf das Immunsystem

Psychische Belastungen wirken sich direkt auf das Immunsystem aus. Angst, Depressionen oder anhaltender Stress können dazu führen, dass das Immunsystem schwächer wird und nicht mehr in der Lage ist, sich richtig zu regenerieren oder Krankheitserreger abzutöten.

Stresshormone beeinträchtigen nicht nur die Funktion der Immunzellen, sondern reduzieren auch ihre Fähigkeit, sich zu vermehren und Krankheiten zu bekämpfen. Das Ergebnis? Du wirst anfälliger für Infekte, und dein Körper hat weniger Energie, um sich zu verteidigen.

Autoimmunerkrankungen:

Im Extremfall, wenn das Immunsystem aus der Balance gerät, kann es zu Autoimmunerkrankungen kommen, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Dies passiert oft, wenn das Nervensystem chronisch überlastet ist und die Regenerationsfähigkeit des Körpers gestört ist.

 

Warum Yoga das Immunsystem stärkt (und der Körper es liebt)

Yoga ist mehr als Bewegung – es ist Regulation.

Durch bewusste Atemtechniken (Pranayama), sanfte Asanas und tiefe Entspannung beruhigt Yoga dein Nervensystem. Dadurch schaltet dein Körper in den parasympathischen Zustand – den Modus von Erholung, Heilung und Aufbau. Genau dann ist das Immunsystem aktiv, regeneriert, produziert Antikörper und schützt dich.

Positive Effekte von Yoga auf dein Immunsystem:

  • Aktiviert den Parasympathikus (Rest & Digest)

  • Senkt Cortisol (Stresshormon)

  • Reduziert Entzündungen im Körper

  • Verbessert die Schlafqualität

  • Fördert die Bildung von Immunzellen

Ayurvedischer Blick: Wenn Vata entgleist, leidet das Immunsystem

Im Ayurveda steht das Nervensystem in enger Verbindung mit dem Dosha Vata, dem Prinzip der Bewegung. Wenn Vata überaktiv ist – durch zu viel Sinneseindrücke, Reisen, Multitasking, unregelmäßige Ernährung oder Schlafmangel – gerät das gesamte System aus der Balance.

Ein erhöhtes Vata zeigt sich oft durch:

  • Schlafstörungen

  • Ängste und innere Unruhe

  • Kalte Hände und Füße

  • Verdauungsprobleme

  • Schnelle Erschöpfung

  • Immunschwäche

Laut Ayurveda ist ein aus der Balance geratenes Vata „das Tor zur Krankheit“. Deshalb steht Vata-Beruhigung im Zentrum jeder ayurvedischen Prävention – um Gesundheit zu erhalten und gesund zu altern.

Agni stärken, Ama vermeiden

Zentral im Ayurveda ist das Agni – das Verdauungsfeuer. Ist es stark, funktioniert dein Stoffwechsel optimal und das Immunsystem ist wachsam. Ist Agni geschwächt, bildet sich Ama – unverdaute Rückstände, die laut Ayurveda die Wurzel vieler Krankheiten sind.

 

Was schwächt Agni?

  • Zu kaltes, schweres oder verarbeitetes Essen

  • Unregelmäßige Mahlzeiten

  • Stress und emotionale Belastungen

  • Zu spätes Abendessen

Was stärkt Agni?

  • Warmes Frühstück (z. B. Porridge mit Gewürzen)

  • Frisch gekochte, leicht verdauliche Speisen

  • Verdauungsgewürze wie Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma

  • Zwischenmahlzeiten vermeiden

  • Abendessen bis 19 Uhr

 

Was du konkret tun kannst – Empfehlungen auf allen Ebenen

🌿 Yoga & Atemübungen

  • Sanfte Asanas, die den Vagusnerv stimulieren (z. B. Kindhaltung, sanfte Drehungen)

  • Pranayama: Dirgha Swasam (Dreiteilige Atmung), Nadi Shodhana (Wechselatmung)

  • Yoga Nidra für tiefe Regeneration

🧘‍♀️ Ayurvedische Routinen zur Vata-Balance:

  • Warmes Sesamöl als Selbstmassage (Abhyanga)

  • Regelmäßige Tagesstruktur

  • Warme, nährende Mahlzeiten

  • Am Abend: goldene Milch oder warmes Dattel-Mandel-Tonic

  • Zeit in der Natur – spazieren, atmen, runterkommen

🍲 Ernährungsempfehlungen:

  • Warm, gekocht, leicht verdaulich

  • Reduziere Zucker, Milchprodukte, rohes Gemüse am Abend

  • Integriere wärmende Gewürze (Ingwer, Zimt, Kardamom)

  • Trinke warmes Wasser oder Kräutertee über den Tag verteilt

🧠 Mentale Gesundheit:

  • Reduziere Reize (z. B. Social Media Detox am Abend)

  • Journaling & Dankbarkeitspraxis

  • Vermeide Multitasking – tue eine Sache mit voller Präsenz

  • Beginne oder beende den Tag mit einem kurzen Bodyscan oder Atemübung

Ein reguliertes Nervensystem ist ein starkes Immunsystem

Wenn du ständig krank bist oder dich einfach „nicht richtig gesund“ fühlst, dann lohnt sich ein Blick auf dein Nervensystem. Ein überreiztes System braucht keine härteren Maßnahmen, sondern sanfte Regulation. Yoga und Ayurveda geben dir genau die Werkzeuge dafür – natürlich, tiefgreifend und nachhaltig.

Du brauchst keine endlosen Nahrungsergänzungsmittel – sondern:

🧘‍♀️ Bewusste Pausen
🫁 Tiefe Atemzüge
🌿 Nahrung, die nährt
💛 Routinen, die dir guttun

Yoga, Ayurveda & Achtsamkeit als Schutzschild für dein Immunsystem

In einer Welt, die immer schneller wird, brauchen wir innere Stabilität. Yoga und Ayurveda helfen dir, sie zurückzugewinnen – auf eine ganz natürliche, sanfte und nachhaltige Weise.

Dein erster Schritt?
Lerne, dich zu regulieren. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Mit jeder bewussten Entscheidung, deinem Nervensystem Ruhe zu schenken, stärkst du deinen Körper – und dein Leben.

Starte mit meinem Kurs Deep Rest & Reset

Wenn du dein Nervensystem beruhigen und dein Immunsystem wieder stärken möchtest, dann lade ich dich ein, diesen Weg mit mir zu gehen. In meinem Kurs Deep Rest & Reset kombinieren wir gezielte Anusara Yoga™-Praktiken, Atemtechniken und ayurvedische Impulse, um dein Nervensystem zu beruhigen und dein Immunsystem zu stärken. Hier lernst du, wie du tiefe Regeneration erreichst, deine Resilienz aufbaust und mit sanften Übungen aus dem Ayurveda und Yoga deinen Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht bringst.

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Injy Gamal