Was ist Yoga wirklich? Und warum du kein Yogi sein musst, um Yoga zu leben
"Ich bin nicht flexibel genug."
"Yoga ist nichts für mich."
"Ich hab es mal probiert, aber es war nicht mein Ding."
Diese Sätze höre ich fast täglich. Und ehrlich? Ich verstehe sie. Denn die Art, wie Yoga heute oft dargestellt wird – als akrobatischer Fitnessstil auf Instagram oder als Lifestyle-Trend – hat wenig mit dem zu tun, was Yoga in seiner Essenz wirklich ist.
Wenn du denkst, dass Yoga nur etwas für sportliche, dehnbare Menschen mit schicken Matten und fließenden Bewegungen ist – dann bist du nicht allein. Doch genau deswegen schreibe ich diesen Beitrag.
Yoga ist viel mehr als Bewegung
Yoga bedeutet wörtlich "Verbindung" oder "Einheit" – auf Sanskrit: Yuj. So wird es in der klassischen Yogaphilosophie verstanden, zum Beispiel im Yoga Sutra von Patanjali. Es geht nicht nur darum, bestimmte Haltungen einzunehmen, sondern darum, eine innere Haltung zu kultivieren: Bewusstsein, Präsenz, Verbundenheit mit dir selbst und mit dem Leben.
Die eigentliche Praxis von Yoga beginnt nicht auf der Matte – sondern in deinem Bewusstsein. In dem Moment, in dem du innehältst, durchatmest, spürst, dass du hier bist. Genau jetzt. Genau so, wie du bist.
Was Yoga wirklich ist: Präsenz im Alltag
Alles, was wir mit Achtsamkeit und Aufmerksamkeit tun, kann Yoga sein. Wenn du bewusst atmest, bewusst spürst, bewusst in diesem Moment ankommst – dann bist du bereits in Yoga.
Und nicht nur das: Auch jede Tätigkeit, jede Arbeit, jeder noch so kleine Handgriff – wenn er mit Präsenz, Hingabe und Bewusstsein ausgeführt wird – wird zu einer Yogapraxis. Kochen, Gehen, Zuhören, Schreiben… all das kann Yoga sein, wenn du voll da bist, mit dem, was ist.
Was dich Yoga wirklich lehren kann (auch ohne Asanas):
Den Atem bewusst zu nutzen, um deinen Geist zu beruhigen.
Klarheit zu schaffen, wenn dein Kopf voll ist.
Entspannung zu finden, auch mitten im Chaos.
Dich selbst besser zu spüren, ohne dich ständig zu überfordern.
Im Alltag kleine Inseln der Ruhe zu schaffen, statt auf den Urlaub zu warten.
Yoga ist eine Lebensweise – keine Leistung
Vielleicht hast du Angst, nicht "gut genug" für Yoga zu sein. Vielleicht hast du das Gefühl, du musst erst beweglich, sportlich oder spirituell sein. Aber genau das ist ein Irrtum.
Yoga ist kein Wettbewerb, keine Performance, keine Show. Es ist ein Weg, dir selbst näher zu kommen – mit allem, was du bist.
Für wen ist Yoga gemacht?
Für Menschen mit Stress, Schlafproblemen oder innerer Unruhe.
Für Menschen, die zu viel im Kopf und zu wenig im Körper sind.
Für Menschen, die sich mehr Verbindung wünschen: zu sich selbst, zum Leben, zu anderen.
Für Menschen, die gesünder leben wollen, ohne Dogma.
Kurz: Yoga ist für alle, die präsent leben wollen statt im Autopilot zu funktionieren.
Eine kleine Übung: Deine erste Yoga-Erfahrung (ganz ohne Matte)
Nimm dir 3 Minuten Zeit. Setz dich bequem hin. Atme bewusst durch die Nase ein. Und langsam durch den Mund aus. Wiederhole das drei Mal. Dann atme durch die Nase ein und zähle bis drei oder vier. Halte den Atem kurz. Atme langsam aus und zähle ebenfalls bis drei oder vier. Wiederhole diesen Rhythmus für ein paar Minuten. Spüre danach nach.
Herzlichen Glückwunsch: Das war Yoga.
Fazit: Yoga beginnt dort, wo du bist
Du brauchst keine Vorkenntnisse, keine perfekte Haltung, keine spirituellen Sprüche. Du brauchst nur den Wunsch, dich selbst besser zu fühlen. Der Rest kommt Schritt für Schritt.
Wenn du tiefer einsteigen willst, begleite ich dich gerne dabei. Mein Anfängerkurs "Step Into Yoga – Step Into You" ist genau für Menschen wie dich gemacht: Ein sanfter, fundierter und achtsamer Einstieg in die Welt des Yoga, ganz ohne Leistungsdruck.
Denn Yoga beginnt nicht auf der Matte. Yoga beginnt in dir.
Mit sonnigen Grüßen,
Ingy